Topbild

Lexikon der Fachbegriffe aus der Medizin

Auf dieser Seite finden Sie Erklärungen zu den wichtigsten Fachbegriffen aus der Welt der Rehatechnik.

A  C  D  E  H  I  K  L  M  N  O  P  R  S   T  V  Z

A

Akinese

Bewegungsarmut, Bewegungsverlangsamung, Bewegungsunfähigkeit bei fehlendem Antrieb (z.B. bei Parkinson Patienten).

Antagonist

Muskel, der die Gegenbewegung bewirkt, z.B. Muskel, der den Unterarm nach einer Beugung wieder streckt.

Antigen

Jegliche Substanz, die eine Reaktion des Immunsystems hervorruft.

Antikörper

Eine der diversen Substanzen, die im Blut vorliegen, bzw. nach Immunisierung produziert werden und bakteriellen oder viralen Giftstoffen entgegenwirken oder Bakterien zerstören, die sich im System befinden.

Apoplex

Schlaganfall. Ein Schlaganfall ist Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung des Gehirns. Die Nervenzellen im Gehirn erhalten zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe, so dass sie zugrunde gehen. Körperfunktionen, die von diesen Nervenzellen gesteuert werden, verlieren ihre Funktion.

Arthrose

Schmerzhafte Gelenkerkrankungen. Ataxie (= Unordnung im Bewegungsablauf) Störung des geordneten Zusammenwirkens der Muskeln, wodurch das Zustandekommen einer zielgerichteten Bewegung gestört oder aufgehoben ist. Anderer Ausdruck für Koordinationsstörung. Gangataxie Breitbeiniger, schwankender, unsicherer Gang (wie betrunken), Fehlen des für das Gehen notwendigen geordneten Zusammenspiels der betreffenden Muskeln und Muskelgruppen. Standataxie Unfähig, ohne Hilfe sicher zu stehen. Folgen: Schwanken, Fallneigung nach einer oder mehreren Richtungen, Umfallen.

Atrophie

Volumenminderung eines Organs (z.B. des Muskels) durch Schwund seiner funktionstragenden Zellen (Muskelfasern, Muskelsubstanz) z.B. durch Schädigung der den Muskel versorgenden motorischen Nerven oder aufgrund von Inaktivität (=Inaktivitätsatrophie) z.B. durch langes Liegen.

Autoimmunkrankheit

Krankheit die auftritt, wenn der Körper gegenüber seinen körpereigenen Substanzen reagiert als wären es Fremdkörper, indem er Antikörper produziert. Eine derartige Reaktion kann eine pathologische Krankheit hervorrufen.

Axon

Via Axonen werden die Impulse an andere Nervenzellen oder direkt an die durch Nerven stimulierten Körperteile (z.B. Muskeln, Organe) übermittelt. Im Nervensystem sind Axonen mit einer Myelinscheide bedeckt; zusammen formen Axonen und Myelinscheide die Nervenfaser. Viele Tausende dieser Fasern formen zusammengebündelt die anatomische Struktur, die wir als einen Nerv bezeichnen.

nach oben

C

Cerebral

Das Gehirn betreffend.

nach oben

D

Demyelinisierung

Zerstörung des Myelins im Nervengewebe. Demyelinisierung resultiert letztendlich in Narben des Nervensystems, die auch Plaques genannt werden. Diese Plaques stören die Kommunikation zwischen Neuronen.

Dystrophie

Muskelschwund, dessen Ursache auf Erkrankung des Muskels selbst beruht (keine Störung des zentralen Nervensystems).

nach oben

E

Ergotherapie

Zusammenfassende Bezeichnung für Arbeitstherapie und Beschäftigungstherapie, Schulung von Fertigkeiten des täglichen Lebens.

Extremitäten

Gliedmaßen, Arme und Beine.

nach oben

H

Hemiparese

Leichte, halbseitige Lähmung, unvollständige Lähmung einer Körperhälfte , wie z.B. nach Schlaganfall oder Schädelverletzung.

Hemiplegie

Lähmung einer vollständigen Köperhälfte, fast immer durch Herderkrankungen oder Verletzungen im Gehirn bedingt (Schlaganfall, Schädel-Hirn-Verletzung).

Hemispastik

Halbseitige Spastik.

Hypertonie (muskuläre)

Spannungszunahme der Muskelspannung (zu hoher Tonus), auch Bezeichnung für Bluthochdruck (auch arterielle Hypertonie = Bluthochdruck).

Hypotonie

Muskelerschlaffung mit Kontraktionsbehinderung oder –unfähigkeit (kein Tonus vorhanden).

nach oben

I

Indikationen

Krankheitsbilder. Inkontinenz Unvermögen den Harn oder Stuhlgang zurückzuhalten.

Interferone

Eine Proteinklasse, die durch viele Zellen ausgeschieden wird und vermutlich Teil der natürlichen Abwehr des Körpers gegen virale Infektionen ist. Interferone können drei unterschiedlichen Kategorien angehören: alpha (von weißen Blutzellen produziert), beta (von fibroblasischem Ursprung) und gamma (durch Lymphozyten produziert). Jeder Interferontyp hat deutlich differenzierte biochemische Effekte.

nach oben

K

Kernspintomographie

Scanner mit hoher Auflösung, der die genaue Abbildung des Gehirns ermöglicht und die für Multiple Sklerose charakteristischen Plaques identifizieren kann.

Kontrakturen

Versteifung eines Gelenks, durch Narbenbildung oder angeborene Bewegungseinschränkung eines Gelenks, die bis zur völligen Versteifung führen kann.

Koordination

Geordnetes Zusammenspiel von Muskeln und Muskelgruppen zwecks Zustandekommen einer zielgerechten Bewegung, einschließlich Gehen und Stehen.

nach oben

L

Läsion

Verletzung oder Störung der Funktion eines Organs oder Körpergliedes.

Lymphödeme

Durch Behinderung des Lymphabflusses verursachtes Ödem (Schwellung). Wasserablagerung.

nach oben

M

Mobilisation, mobilisieren

Maßnahmen zur Verbesserung der Beweglichkeit, z.B. Gelenke, Muskeln durch krankengymnastische Behandlung oder Operation.

Motoneuron

Motorische Nerveneinheit. Motorische Zellen des Rückenmarks mit Fortsätzen bis zum Endorgan an der Muskelfaser.

Motorik

Gesamtheit der willkürlichen gesteuerten Bewegungsvorgänge.

Motorisch

Die Bewegung betreffend.

Multiple Sklerose
Multiple

Zahlreich, verstreut, vielfach, an den verschiedensten Orten des zentralen Nervensystems sich entwickelnde Herde. Diese können sich im Anfangsstadium ihrer Entstehung zurückbilden (=Remission).

Sklerose

Verhärtung der ursprünglich entzündungsartigen Herde durch Bildung von Narbengewebe (Glia). Sklerotische Herde, von verschiedener Größe, nicht rückwandelbar in funktionsfähiges Nervengewebe.

Myelin

Die Myelinscheide, die die Axonen bestimmter Nervenzellen umgibt, besteht aus konzentrischen Lagen des Myelinproteins, einem phospholipidisches Protein. Myelin ist ein komplizierter, natürlicher, elektrischer Isolator und dient dazu, die Übermittlung elektrochemischer Botschaften zwischen dem Zentralnervensystem und dem Rest des Körpers zu beschleunigen.

nach oben

N

Nervensystem

Gesamtheit der nervösen Strukturen, Gehirn, Rückenmark als Zentralnervensystem, Nervenwurzeln, Nervengeflechte, Nervenstränge als peripheres Nervensystem, Sympathikus, Parasympathikus als vegetatives (autonomes) Nervensystem.

Neural

Die Nerven betreffend.

Neurogen

Von Nerven oder Nervensystem ausgehend.

Neurologie

Lehre von Diagnostik und Behandlung von Gehirn-, Nerven- und Rückenmarkserkrankungen.

Neuron

"Nerveneinheit". Die Nervenzellen mit ihren zugehörigen Fortsätzen als morphologisch funktionelle Einheit.

Neurotransmitter

sogenannte Botenstoffe, die Nachrichten - als Impulse - von einer zur anderen Nervenzelle weiterleiten.

Neuro-vaskulär

Die Blutgefäße des Nervensystems betreffend.

nach oben

O

Osteoporose

Knochenentkalkung, oft Folge von Bewegungsmangel. Rollstuhlfahrer sind besonders gefährdet.

nach oben

P

Paraparese

Inkomplette (unvollständige) Lähmung zweier symmetrischer Extremitäten (z.B. beide Beine, beide Arme).

Paraplegie

Vollständige Lähmung zweier symmetrischen Extremitäten.

Paraspastik

Spastische Lähmung beider Beine. Parese Schwache, leicht unvollständige Lähmung, Teillähmung.

Pathogenese

Art und Weise, in der sich eine Krankheit entwickelt.

Peripheres Nervensystem

Autonomes, der bewussten Willenslenkung entzogenes Nervensystem, das der Regelung aller Lebensfunktionen wie Atmung, Stoffwechsel, Verdauung etc. dient. Es bildet mit den Drüsen und den Körperflüssigkeiten eine funktionelle Einheit und kann auch durch seelische Vorgänge beeinflusst werden; das vegetative Nervensystem und ZNS sind eng miteinander verbunden. Der von willkürlicher Beeinflussung freie, vom Bewusstsein unabhängig wirksame Teil des Nervensystems reguliert die Tätigkeit der inneren Organe, den Blutkreislauf und die Atmung je nach Beanspruchung.

Plaque

Fleckförmig begrenzte, plattenartige Erhabenheit verschiedener Größe. Bei MS die sklerotischen, aus Gliafilz bestehenden Herde im zentralen Nervensystem. Plegie Vollständige Lähmung. Poliomyelitis (Spinale) Kinderlähmung (anderer Fachbegriff für Polio). Poly... Wortteil mit der Bedeutung: viel, zahlreich, verstreut. Polyneuritis Entzündliche Reaktion des peripheren Nervensystems als Ganzes.

Polyneuropathie

Erkrankung des peripheren Nervensystems infolge zahlreicher Ursachen, z.B. Zuckerkrankheit, chronischer Alkoholgenuss, Stoffwechselstörungen mannigfacher Art, Gefäßerkrankungen, Vergiftungen, immunologische Prozesse. Das periphere Nervensystem reagiert pathologisch als Ganzes.

Polytrauma

Mehrfachverletzungen von mindestens zwei Körperregionen oder Organsystemen, deren Schweregrad aufgrund einer gravierenden Einzelverletzung oder durch das Zusammenwirken mehrerer Schädigungen lebensbedrohlich ist. Häufigste Ursache sind Verkehrsunfälle. Es überwiegen Schädel- und Hirn-, Brust- und Bauchverletzungen. Ein Polytrauma erfordert sofortige intensivmedizinische Behandlung.

Prophylaxe

Vorsorge zur Verhütung von Krankheiten.

nach oben

R

Reflex

Unwillkürlich gesetzmäßig ablaufende Reaktion des Nervensystems auf einen Reiz, z.B. Dehnung eines Muskels durch Schlag mit dem Reflexhammer auf dessen Ansatzsehne bewirkt reflektorisch Kontraktion (Zusammenziehen) des betreffenden Muskels mit Bewegungseffekt. Rehabilitation Gezielte therapeutische Maßnahmen (Krankengymnastik, Sprach-, Arbeits- und Beschäftigungstherapie) zur Wiederherstellung der geistigen und körperlichen Funktionen.

Rekonvaleszenz

Genesungszeitraum nach abgeklungener Erkrankung.

Rekonvaleszent:

Genesender. Remission Vorübergehende Besserung oder Rückbildung von Krankheitssymptomen ohne tatsächliche Heilung (z.B. bei MS Schubrückbildung).

Repetitiv

Wiederholen.

Rigor (Rigidität)

Vermehrung des Tonus der Muskulatur, mit aufeinanderfolgenden ruckartigen Bewegungen (Zahnradphänomen) während des gesamten Bewegungsablaufs (bei Parkinson).

nach oben

S

Schädel-Hirn-Trauma

Verletzung von Kopfschwarte, knöchernem Schädel und Gehirn durch Einwirkung äußerer Gewalt, meist mit schweren Komplikationen verbunden.

Schlaffe Lähmung

Betrifft die Muskulatur, Muskeltonus herabgesetzt oder aufgehoben, Lähmung oder Teillähmung.

Schlaganfall

Ein Schlaganfall ist Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung des Gehirns. Die Nervenzellen im Gehirn erhalten zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe, so dass sie zugrunde gehen. Körperfunktionen, die von diesen Nervenzellen gesteuert werden, verlieren ihre Funktion.

Schubförmige Multiple Sklerose

Kennzeichnet sich durch das unvorhersehbare Auftreten neuer Symtome oder Verschlimmerung alter Symtome (Schübe oder Rückfälle) aus.

Sekundäre fortschreitende MS

Kennzeichnet sich durch isolierte Anfälle aus, wie auch die schubförmige MS, aber die Genesung ist nicht vollständig und zwischen den Rückfällen schreitet die Behinderung fort. Sensibilität a) Neurologisch: Fähigkeit der Wahrnehmung, der Stärke, Lokalisation von Berührungs-, Tast- Schmerz-, Temperaturreizen, Vibration. b) Psychisch: Empfindungsfähigkeit, Empfindlichkeit, Fähigkeit, Gefühls- und Sinneseindrücke wahrzunehmen.

Sensorik

Die Funktion der Sinnesorgane: Geruch, Geschmack, Sehen, Hören, Beschleunigen, Lage im Raum. Sensorisch Die Sinne betreffend.

Skoliose

Rückgratverkrümmung; seitliche Verbiegung der Wirbelsäule.

Somatisches Nervensystem

vom Willen beeinflussbar, z.B. Bewegungsabläufe.

Spastik

Verkrampfung oder Starre von Muskeln, krankhafte Erhöhung des Muskeltonus, als federnder, mit der Geschwindigkeit passiver und aktiver Bewegungen zunehmender Muskelwiderstand, z.B. Beine in Streckhaltung, können nicht in den einzelnen Gelenken gebeugt werden.

Spastische Lähmung

Unfreiwillige Muskelkontraktionen, die zu Spasmen und Steifheit oder Starre führen. Bei Multipler Sklerose sind hauptsächlich die unteren Extremitäten von spastischer Lähmung betroffen.

Spinal

Zur Wirbelsäule zum Rückenmark gehörend.

Synapsen

Verbindungsstellen zwischen zwei Nervenzellen.

nach oben

T

Tetraparese

Unvollständige Lähmung von Armen und Beinen (Tetra = 4, deshalb alle vier Gliedmaßen betroffen).

Tetraplegie

Lähmung beider Arme und Beine.

Tetraspastik

Erhöhung der Muskelspannung in allen vier Extremitäten.

Thromboembolie

Embolie infolge eines verschleppten Blutgerinnsels, meist vom Herzen ausgehend.

Tiefensensibilität

Wahrnehmung der Stellung der Gelenke und des Spannungsgrades der Muskeln.

Tonus

Durch Nervenfluss ständig erzeugter, schwacher Spannungszustand der Muskulatur. Hypertonus Erhöhter Muskeltonus, Bluthochdruck. Hypotonus Verminderter Muskeltonus (schlaffe Lähmung) oder auch niedriger Blutdruck (arterielle Hypotonie). Atonisch Aufgehobener Muskeltonus.

Traumatisch

Durch Verletzung entstanden.

Tremor

Zittern. Bewegungstremor Auftreten von Zittern bei Ausführung einer Bewegung, besonders mit Armen und Händen, kann den geordneten Bewegungsablauf vernichten, z.B. schreiben, Tasse zum Mund führen. Schwindet in Ruhe bei entspannter Muskulatur. Haltetremor Zittern bei Muskelanspannung, z.B. beim Halten eines Gegenstands. Intentionstremor Auftreten des Zitterns bei Ausführen einer Zielbewegung, z.B. Heranführen des gestreckten Zeigefingers an die Nasenspitze. Ruhetremor Langsames, weiches Zittern in Ruhestellung, besonders der Hände und Finger, schwindet oder verringert sich bei der Ausführung einer Bewegung.

nach oben

V

Vegetatives Nervensystem VNS

Autonomes, der bewussten Willenslenkung entzogenes Nervensystem, das der Regelung aller Lebensfunktionen wie Atmung, Stoffwechsel, Verdauung etc. dient. Es bildet mit den Drüsen und den Körperflüssigkeiten eine funktionelle Einheit und kann auch durch seelische Vorgänge beeinflusst werden; das vegetative Nervensystem und ZNS sind eng miteinander verbunden. Der von willkürlicher Beeinflussung freie, vom Bewusstsein unabhängig wirksame Teil des Nervensystems, der die Tätigkeit der inneren Organe, den Blutkreislauf und die Atmung je nach Beanspruchung reguliert.

nach oben

Z

Zentralnervensystem ZNS

Wird von Gehirn und Rückenmark gebildet.

Angebot Midi Dreirad

Angebote

Hier erfahren Sie mehr

MIDI-DREIRAD

Das Fahrrad hat leichte Gebrauchsspuren und keine motorische Unterstützung. Das Midi 2 Dreirad ist für Kinder ab 8 Jahre und kleine Erwachsene geeignet.

statt 2.250 ,- € JETZT 1.490,- €